Neurofeedback

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wir verstehen, dass Sie viele Fragen zum Thema Neurofeedback haben. Hier sind allgemeine Fragen, die uns im Zusammenhang mit dem Prozess des Neurofeedbacks und unserem Bewertungsprogramm gestellt werden.

  • Bei welchen Beschwerden wirkt Neurofeedback?
  • Benötige ich eine Diagnose, um die Behandlung zu bekommen?
  • Brauche ich eine Überweisung von meinem Hausarzt?
  • Wie viele Sitzungen von Neurofeedback werden in der Regel benötigt?
  • Wie oft muss ich Neurofeedback-Sitzungen machen?
  • Kann Neurofeedback die Symptome dauerhafte verbessern?
  • Wie weiß ich, ob ich auf Neurofeedback reagiere?
  • Bekomme ich Elektroschocks durch die Elektroden, die an meinem Kopf befestigt sind?
  • Ist Neurofeedback nicht nur eine Therapie für Kinder?
  • Kann Neurofeedback von zu Hause aus durchgeführt werden?
  • Warum ist die QEEG-Untersuchung notwendig?
  • Was kostet eine Neurofeedbacksitzung?
  • Kann ich während der Behandlung weiterhin Medikamente einnehmen?
  • Kann ich die Medikamentendosis während der Behandlung reduzieren?
  • Was bedeutet “SCP“ Neurofeedback?
  • Was bedeutet “Frequenzband“ Neurofeedback?
Bei welchen Beschwerden wirkt Neurofeedback?

Zahlreiche kontrollierte, wissenschaftliche Studien haben die Behandlung verschiedener Störungsbilder mit Neurofeedback untersucht. Bei ADHS, Epilepsie und Schlafstörungen hat sich Neurofeedback als hoch wirksam erwiesen. Die Methode wird bei ADHS seit über 30 Jahren in der Praxis angewendet und gilt laut einer kürzlich veröffentlichten Metaanalyse als evidenzbasiert, d.h. ihre Wirksamkeit wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Neurofeedback wirkt gegen die ADHS-Symptome genauso gut wie Medikamente. Im Gegensatz zu Medikamenten sind die Verbesserungen durch Neurofeedback jedoch dauerhaft.

Benötige ich eine Diagnose, um die Behandlung zu bekommen?

Generell brauchen Sie für Neurofeedback nicht unbedingt eine Diagnose. Wir schauen uns vor allem Ihre Beschwerden und Ihre Gehirnaktivität an.

Brauche ich eine Überweisung von meinem Hausarzt?

Eine Überweisung ist nicht notwendig. Allerdings ist häufig eine enge Abstimmung mit dem behandelnden Haus- oder Facharzt hilfreich.

Wie viele Sitzungen von Neurofeedback werden in der Regel benötigt?

Im Durchschnitt sind 30 bis 40 Sitzungen notwendig. Die beste Wirkung erzielt Neurofeedback bei zwei bis drei Sitzungen pro Woche. Normalerweise tritt zwischen der 10. und der 20. Sitzung eine spürbare Verbesserung ein.

Alle 10 Sitzungen bewertet Ihr Therapeut Ihren Fortschritt und stoppt oder ändert bei Bedarf das Protokoll.

Die Frequenz der Sitzungen spielt eine große Rolle für den Erfolg.

Wie oft muss ich Neurofeedback-Sitzungen machen?

Es wird empfohlen, mindestens zweimal pro Woche zu Neurofeedback-Sitzungen zu kommen. Wenn Sie in der Lage sind, häufiger zu kommen, hilft Ihnen dies, Ihr Behandlungsprogramm in kürzerer Zeit zu durchlaufen.

Wenn Sitzungen ständig abgesagt oder vergessen werden und Sie nicht so häufig wie zwei Mal pro Woche kommen, kann es sein, dass der Fortschritt langsamer ist und mehr Sitzungen benötigt werden.

Kann Neurofeedback die Symptome dauerhafte verbessern?

Studien zum Langzeiteffekt des Neurofeedbacks haben gezeigt, dass sich die Werte für Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität innerhalb von sechs Monaten nach dem Training weiterhin verbessert haben und bis zwei Jahre nach dem Training stabil geblieben sind.

Siehe: Van Doren et al. 2018.

Wie weiß ich, ob ich auf Neurofeedback reagiere?

Das ist eine sehr wichtige Frage. Wie Sie vielleicht schon in anderen Abschnitten gelesen haben, raten wir Ihnen bei neuroCare zu einem umfassenden Assessment-Prozess (mehr dazu erfahren Sie hier). Unsere Forschung und klinische Erfahrung zeigt, dass etwa 75 – 80% der Menschen mit ADHS oder verwandten Symptomen auf Neurofeedback ansprechen. Diese Statistiken sind nur für Neurofeedback-Protokolle relevant, die in der Forschung erprobt und getestet wurden, und verwenden hochentwickelte Technologien, die EEG’s (d.h. Gehirnaktivität) genauer messen und aufzeichnen können.
neuroCare-Therapeuten sind darauf trainiert, die in dieser Studie von Arns et al. 2012 beschriebenen Protokolle zu befolgen und verwenden nur modernste Neurofeedback-Geräte.

Bekomme ich Elektroschocks durch die Elektroden, die an meinem Kopf befestigt sind?

Nein, diese Elektroden messen nur die Gehirnaktivität und senden das Signal zurück an einen Computer.

Ist Neurofeedback nicht nur eine Therapie für Kinder?

Nein. Tatsächlich gibt es mehr Untersuchungen, die zeigen, dass auch Jugendliche und Erwachsene positiv auf Neurofeedback reagieren (z.B. Mayer et al. 2016).

Kann Neurofeedback von zu Hause aus durchgeführt werden?

Leider nicht. Sie müssen in das Therapiezentrum kommen.

Warum ist die QEEG-Untersuchung notwendig?

Bei den Gehirnwellen gibt es verschiedene Muster, selbst innerhalb einer Patientengruppe wie ADHS- oder ADS-Patienten, die von außen betrachtet ähnlich erscheinen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Gehirnaktivität ist es notwendig, das Neurofeedback individuell zu gestalten. Durch das QEEG ist es möglich, anhand der jeweiligen Gehirnaktivität und derer Muster für jeden ein individuelles Training anzubieten. Dieses personalisierte Neurofeedback kann am besten die jeweiligen Beschwerden und deren Ursache in der Gehirnaktivität behandeln. Hierfür verwenden wir den Begriff individualisierte Medizin.
Unter der Rubrik QEEG-Untersuchung können Sie nachlesen, warum es wichtig ist, vor Beginn des Neurofeedbacktrainings ein QEEG abzuleiten.

Was kostet eine Neurofeedbacksitzung?

Wir berechnen unseren Patienten die Kosten für das Aufnahmegespräch, die QEEG-Untersuchung, die Therapieplanerstellung und die (Tele-)Neurofeedbacksitzungen selbst. Beim Tele-Neurofeedback berechnen wir außerdem die Miete für das Neurofeedbackgerät.

Kann ich während der Behandlung weiterhin Medikamente einnehmen?

Ja, Sie können Ihre Medikamente auch während der Neurofeedbacktherapie weiterhin einnehmen.

Kann ich die Medikamentendosis während der Behandlung reduzieren?

Es ist möglich, die Medikamentendosis im Laufe der Therapie zu reduzieren. Sie sollten aber in jedem Fall mit Ihrem verschreibenden Arzt sprechen, wenn Sie die Medikamente reduzieren oder absetzen wollen.

Was bedeutet “SCP“ Neurofeedback?

“SCP” steht für “Slow Cortical Potentials” oder “Langsame kortikale Potentiale” und ist eine spezielle Art von Neurofeedback, die die kortikale Flexibilität trainiert und nicht ein spezifisches “Frequenzband” (siehe Frage “Was bedeutet Frequenzband Neurofeedback”).  Diese Anwendung wurde in Deutschland entwickelt und ist als wirksame Therapie zur Behandlung von ADHS-Symptomen bei Kindern und Erwachsenen weit verbreitet.

Was bedeutet “Frequenzband“ Neurofeedback?

Manchmal spricht Ihr Therapeut von “Frequenzband” Neurofeedback, das sich von “SCP” Neurofeedback unterscheidet (siehe oben).  Bei dieser Art des Neurofeedbacktrainings trainiert die Person die Aktivität in einer bestimmten Hirnregion “nach oben” und/oder “nach unten”. Ihre Therapeuten entscheiden, welche Gehirnaktivität trainiert werden muss, basierend auf dem QEEG Assessment, das am Anfang durchgeführt wird.

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Das neuroCare Therapiezentrum München bietet seit 2016 neben der psychotherapeutischen Grundversorgung, personalisierte Therapieverfahren mit modernster Neuromodulationtechnologie an. So nutzen wir beispielsweise bei ADHS erfolgreich die Technologie des Neurofeedbacks. Das Therapieangebot richtet sich sowohl an Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene.

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