Das Bedürfnis nach Kontrolle und Ordnung

Zwangsstörungen


Die Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, die durch wiederkehrende Zwangsgedanken und/oder -handlungen charakterisiert ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Zwangsstörung als eine der zehn schwerwiegendsten Erkrankungen in Bezug auf Ihren Einfluss auf Erwerbstätigkeit und Lebensqualität ein. Die Betroffenen erleben die Zwangsgedanken und -handlungen meist als unfreiwillig, unsinnig und quälend, da sie von Angst- oder Furchtempfindungen begleitet werden. Zwangsstörungen existieren in ganz unterschiedlichen Formen. Am häufigsten beinhalten Zwangsgedanken Themen wie Verunreinigungs- und Kontaminationssängste, oder Ängste einer unschuldigen Person Gewalt oder Schaden zuzufügen. Zwangshandlungen umfassen oftmals zwanghaftes waschen, ordnen, kontrollieren, zählen oder irrationale Zwangsrituale. Auf Außenstehende wirken diese Handlungen übertrieben, unsinnig und bizarr. Für die Betroffenen sind sie jedoch unerlässlich, da es sonst zu starken Angst- und Unruhezuständen kommt. Für sie müssen Zwangshandlungen und Rituale meist exakt und in einer festgelegten Reihenfolge ausgeführt werden, um vermeintliche, negative Folgen abzuwenden. Die meisten Betroffenen sind sich darüber bewusst, dass ihr Verhalten nicht nachvollziehbar oder sinnvoll ist. Das Ausführen von Zwangshandlungen dient dem Zweck, Zwangsgedanken zu verdrängen, zu unterbinden oder zu neutralisieren.


Wann spricht man von einer Zwangsstörung?

Von einer Zwangserkrankung kann gesprochen werden, wenn die folgenden Kriterien weitestgehend erfüllt sind, fast täglich auftauchen und über mindestens zwei Wochen bestehen:

Kriterien für Zwangsgedanken:

Wiederkehrende und aufdringliche Gedanken, Impulse oder Bilder, die als aufgezwungen oder unsinnig empfungen werden und die Angst oder Stress verursachen.


Die Gedanken, Impulse oder Bilder sind mehr als nur übertriebe Besorgnis über alltägliche Probleme.


Der Betroffene versucht die Gedanken, Impulse oder Bilder mithilfe von anderen Gedanken oder Handlungen zu ignorieren, zu unterdrücken oder zu neutralisieren.


Der Betroffene ist sich bewusst darüber, dass die Zwangsgedanken und -impulse seinem eigenen Bewusstsein entstammen (und nicht durch fremde Gedankeneingebung erzeugt wurden).


Kriterien für Zwangshandlungen:

sich wiederholende Verhaltensweisen (z.B. Händewaschen, Gegenstände ordnen oder kontrollieren) oder gedankliche Handlungen (z.B. Beten, Zählen, leises Wiederholen von Worten), die vom Betroffenen in Reaktion auf Zwangsgedanken und nach bestimmten, strengen Regeln ausgeführt werden.


Die Verhaltensweisen oder gedanklichen Handlungen haben das Ziel Anspannung oder angstbesetzte Situationen zu verhindern oder zu reduzieren. Sie stehen dabei aber nicht in direktem Zusammenhang mit der eigentlichen Situation, die verhindert oder reduziert werden soll, oder sind eindeutig übertrieben.


Die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen führen zu ausgeprägter Anspannung, sind zeitaufwändig (mehr als eine Stunde pro Tag) oder stellen eine ernsthafte Beeinträchtigung des Alltags, der Arbeit (oder des Studiums) oder der sozialen Aktivitäten und Beziehungen dar.


Psychotherapie kombiniert mit repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS)

Zusatztherapie mit rTMS bei Zwangsstörungen

Es besteht die Möglichkeit die Therapie einer Zwangsstörung mit dem Verfahren der rTMS zu kombinieren, um die Effekte der psychotherapeutischen Interventionen zu verstärken, wie zum Beispiel das Erlernen der Reaktionsverhinderung bei Provokation des Zwangsverhaltens (Exposition) und im weiteren Verlauf die Etablierung eines angemessenen Reaktionsmanagement in typischen Zwangssituationen.

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Unser Therapiezentrum bietet eine umfassende Diagnostik und personalisierte Behandlungspläne an.

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Das neuroCare Therapiezentrum München bietet seit 2016 neben der psychotherapeutischen Grundversorgung, personalisierte Therapieverfahren mit modernster Neuromodulationtechnologie an. So nutzen wir beispielsweise bei ADHS erfolgreich die Technologie des Neurofeedbacks. Personen mit Depressionen und Zwangsstörungen können von der rTMS als Zusatzverfahren profitieren. Das Therapieangebot richtet sich sowohl an Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene.

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